Geburtsberichte

 

,,Whenever and however you intend to give birth, your experience will impact your emotions, your mind, your body and your spirit for the rest of your life." ( Ina May Gaskin, midwife)

 

Wir laden Dich dazu ein, hier Deine Erfahrungen zur Hausgeburt oder Beleggeburt mit anderen werdenden Eltern zu teilen.

 

Wenn Du magst, erinnere Dich an Deine Geburt.

Wenn Du magst, steig nochmal ein - in Deine Geburt, in Deine Emotionen.

Schreib einen langen oder kurzen Bericht.
Für Euch oder für andere.

 

 

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Kommentare: 13
  • #1

    Jana (Sonntag, 02 August 2020 13:58)

    Fjellas Geburt mit den Maries und Dine
    Teil 1:
    Der 08.Juni 2020.
    Es ist 06:00 morgens.
    Tobi, mein Mann sitzt am Küchentisch, ich lehne an der Küchenzeile.
    "Ich hatte heute die ganze Nacht Wehen.", sage ich und gieße mein Teewasser ein.
    "Mhm", ist die verschlafene Antwort die ich bekomme.
    Mehr Aufregung wecken Wehen bei uns schon nicht mehr.
    Seit 3 Wochen habe ich Wehen. Immer wieder. Mal nur eine, mal die ganze Nacht hindurch. Es hört aber immer wieder auf. Mein älterer Sohn wird im September erst 2 Jahre alt. Wir stecken mitten in der Corona Krise, mein Mann arbeitet den ganzen Tag und ich betreue den Kleinen alleine. Mein Kopf sagt mir: du wirst gebraucht. Mein Körper reagiert und die Wehen verschwinden.
    ... Und doch möchte Tobi bitten doch heute zu bleiben. Irgendwas in mir möchte ihn da behalten. Ich schiebe den Gedanken beiseite, während mein Sohn aus dem Bett klettert.
    Die Wehen verschwinden. Es ist wie immer.
    Aber ein paar Dinge sind heute doch besonders. Meine Mutter holt meinen Sohn zu sich ins Nachbarshaus. Sie hat heute frei und Marie S. kommt mit der Hebammenschülerin zur Vorsorge. So ist ein bisschen mehr Ruhe in dem Termin.. Und ich freue mich. An jeder Hebamme die mich betreut weiß ich etwas anderes ganz besonders zu schätzen. Xaviera ist wunderbar sanft und einfühlsam, Marie H. strahlt unheimlich viel Ruhe und Besonnenheit aus und Marie S. - ein absoluter Garant für gute Laune! Genau das brauche ich jetzt! Und Kekse!
    Tobi fährt zur Arbeit und bereite den Tisch für die Vorsorge vor. In den Mutterpass schaue ich kurz herein, bevor ich ihn bereit lege. 39+0. Ich würde mein Baby so gerne endlich in den Armen halten. Körperlich bin ich am Ende. Die kleine Maus liegt so tief, dass ich das Gefühl habe nur die Fruchtblase hindert sie daran aus meinem Bauch heraus zu fallen.
    "Du darfst kommen, wenn du bereit bist.", sage ich ihr.

    10:30. Auf die Minute genau klingelt es. Marie und Dine sind da. Wir setzen uns. Alles ist wie immer. Wir spaßen, dass ich trotz ständiger Wehen wahrscheinlich die Frau sein werde, die noch über den Termin gehen wird.
    Bei der letzten Vorsorge habe ich um eine vaginale Untersuchung gebeten. Da war der Muttermund 3-4cm geöffnet. Marie fragt ob es für mich okay wäre, wenn sie kontrolliert, was die Wehen bewirkt haben.
    Das liebe ich: ich werde immer gefragt. Es wird nichts für mich beschlossen.
    Es ist ok für mich und wir gehen ins Schlafzimmer.
    Marie schaut erst ein wenig skeptisch und beginnt dann zu lachen. 6-7cm ist mein Muttermund geöffnet. So etwas hat sie noch nie erlebt, sagt sie. - Zumindest nicht ohne, daß nur eine einzige Wehe in Sicht ist.
    Wir beschließen gemeinsam, dass wir versuchen die Dinge etwas anzustoßen. Vielleicht reagiert mein Körper ja darauf? Ich habe noch Caulophyllum aus der vorherigen Schwangerschaft da und nehme nun jede halbe Stunde eine Tablette.
    Ich lege mich in die Wanne und Dine massiert meinen Bauch. Erst ist es noch etwas komisch. Wir haben uns ja grade erst kennengelernt, aber sie ist so herzlich und offen, dass es Spaß macht zu rätseln wie mein Körper nun auf die kleinen Trigger reagiert.
    Die beiden erklären mir was ich tun sollte, FALLS mein Körper mit einer Sturzgeburt reagieren sollte.
    Der Wunsch meinen Mann da zu haben wird stärker, obwohl ungewiss ist was passieren wird. Mein Sohn bleibt erstmal bei seiner Oma.

    Um 11:45 c.a gehen die beiden. Marie H. wird später kommen und ein Zäpfchen mitbringen, dass den Muttermund weicher macht.

    Um 12:30 schreibt sie mir, dass sie in einer halben Stunde da sein wird. Ich antworte ihr: "Prima! Ich hatte grade die erste ernst zu nehmende Wehe! :D"
    Es sind Wehen, die mich unruhig die Wohnung auf und ab laufen lassen, die Zeit und die Abstände stoppen möchte ich nicht, das bringt mich aus dem Konzept. Tobi kommt kurz vor Marie an.
    Ich stelle mir vor wie jedes langsame Ausatmen den Muttermund weiter auf zieht.
    Das ist es: ein Zug, kein Schmerz.
    Marie scheint optimistisch. Sie untersucht mich nochmal, holt die Geburtentasche, ruft die andere Marie und Dine an.
    Ich merke zwar, dass mein Körper arbeitet, aber so ganz glaube ich noch nicht, dass es los geht. Ich habe das Gefühl, es ginge mir einfsch viel zu gut, als das das nun eine Geburt sein könnte. Wahrscheinlich hören die Wehen gleich wieder auf. Dann sind alle da und sind umsonst gekommen...
    Ich bekomme das Zäpfchen. Marie gibt es mir mit dem Worten: "Trau dem Ganzen ruhig. Sie kommt heute."

  • #2

    Jana (Sonntag, 02 August 2020 14:04)

    Fjellas Geburt mit den Maries und Dine, Teil 2:

    Die Wehen werden intensiver. Ich komme gut damit klar, solange ich den Kopf ausschalte und ganz bei meinem Körper bleibe. Bringt mich von außen etwas aus dem Konzept kommt es mir tatsächlich sehr schmerzhaft vor. Es wirkt unregelmäßig auf mich. So als wären die Wehen lange auseinander. Tatsächlich sind es höchstens 4 Minuten.
    Marie S. und Dine sind plötzlich da. Ich kriege nicht viele äußere Reize mit, versuche bei mir zu bleiben. In der Regel klappt es gut.
    Die meiste Zeit lassen die Hebammen mich in Ruhe. Das tut mir sehr gut. Nur ab und zu fragen sie was ich brauche oder geben mir einen Anreiz, wie ich es mir leichter machen kann oder mit was die mir etwas Gutes tun könnten. Ich merke kaum, dass wir eigentlich "ein volles Haus" haben. Perfekt, denn selbst mein Mann mit im Raum ist, ist mir eigentlich zu viel. Er konzentriert sich zu sehr auf mich. Ich sage ihm er soll sich den Computer anmachen. Sich ablenken. Er stöbert nach Zubehör für unsere DIY-Spielküche.
    Mittlerweile habe ich mich auf die Couch gelegt. Meine Klamotten gewechselt, damit die Hebammen einfacher nach den Herztönen hören können.
    Die Wehen sind noch eine Weile gut erträglich, dann kommen sie aber in so kurzen Abständen, dass ich mich nicht mehr vollkommen davon erholen kann. Das macht mich nervös. Ich spüre etwas verändert sich. Ich gehe zur Toilette, denke ich muss... Als nichts kommt weiß ich: das ist die Übergangsphase. Mein kleines Mädchen kommt also wirklich heute!
    Erst jetzt traue ich mich meiner Mutter zu schreiben, dass es los geht.

    15:00
    Ich sage meinem Mann er soll Wasser in den Geburtspool laufen lassen. Ich habe mir so sehr eine Wassergeburt gewünscht... Im selben Moment merke ich aber das mein Kreislauf andere Pläne hat. Ich muss mich hinlegen. Ich merke wie mein Körper auf viel Bewegung mit Wehen reagiert. Ich brauche also Ruhe, damit mein Kreislauf sich wieder stabilisiert. Ich lasse alle um mich herum machen, die Zeit verschwimmt. Es kommt mir vor als würde ich eine Ewigkeit auf der Couch knien. Die Hebammen stützen mit einem Tragetuch meinen Bauch.
    "Was brauchst du?", ich glaube Marie H. fragt.
    "Eine Pause!", sage ich lachend.
    Ich rechne nicht mit dem was dann kommt: Sie kontrollieren die Herztöne und dann: "Dann machen wir eine Pause!"
    Sie helfen mir mich bequem zu lagern, bringen mir Kühlpacks, die ich mir über das Gesicht lege. Ich fühle mich k.O.
    Als sie in die Küche gehen, schlummere ich fast ein. Tobi sitzt neben mir.
    Ich merke wie die Wehen zu Presswehen werden. Ich schiebe schon zum testen mit. Es fühlt sich an, als würde mein Baby sich zurecht rücken. "Toll machst du das!", denke ich mir.
    Zwei weitere Wehen liege ich so da. Dann merke ich, wie etwas in den Geburtskanal rutscht. Ich fasse nach unten. Etwas Hartes!
    "Tobi der Kopf kommt.. !"
    Sofort stürmt er los, holt die Hebammen.
    Ich höre nur: "Yeah, auf geht's!" Das muss Marie S. gewesen sein. Ich teile ihren Gedanken, bleibe aber ganz ruhig liegen. Ich habe Angst, dass mein Kreislauf sonst wieder instabil wird. Es wird Blutdruck gemessen. Viel besser! Die Pause hat mir soo gut getan. Ich habe genügend Energie fürs mit schieben.
    Das was ich gefühlt habe war die Fruchtblase. Prall gefüllt und nichtmal annähernd davor zu platzen. Ich bekomme gar nicht mit wie Marie H. sie öffnet. Ich versuche mich auf die beruhigenden Worte und mein Gefühl zu konzentrieren. Selbst als der Kopf halb geboren ist und ich auf die nächste Wehe warten muss und ich denke es zerreißt mich, kann sie mich beruhigen. "Das ist toll für dein Gewebe!!"
    Ich nehme das Gefühl, also als etwas Gutes an...und irgendwie tut es dadurch auch nicht mehr so weh.
    Jemand fragt ob ich fühlen will - als Motivation. Nein, ich bin zu konzentriert. Versuche mich während der Wehen Pausen komplett fallen zu lassen für genügend Energie.
    Durch dieses wunderbare, ruhige und verständnisvolle Umfeld habe ich das Gefühl die Geburt richtig zu spüren und nicht wie beim ersten Mal einfach nur durchzustehen. Man gibt mir das Gefühl ich mache es toll und nicht als müsste man mich anfeuern immer noch ein wenig mehr zu geben.

  • #3

    Jana (Sonntag, 02 August 2020 14:08)

    Fjellas Geburt mit den Maries und Dine, Teil 3:

    16:24
    Als meine Tochter geboren ist bekomme ich sie sofort auf die Brust. Ich ziehe sie zu mir hoch, begrüße sie. Alles andere ist erstmal unwichtig.
    Sie ist ganz ruhig, schaut sich die Welt aus großen, dunkelblauen Augen an. Wären wir im Film würde ich fragen, warum sie nicht schreit. Ich weiß aber: es gibt für sie keinen Grund zu schreien. Auch für sie war es eine schöne Geburt.
    Stolz betrachte ich die zierlichen kleinen Hände, den suchenden kirschroten Mund und spüre die zarte Haut unter meinen Fingern. Wie sehr wünsche ich mir diese ersten Sekunden in einem Marmeladen Glas zu verschließen, um an schlechten Tagen von diesem Gefühl kosten zu können...
    Die Plazenta kommt kurz darauf. Ich werde versorgt und wir dürfen die erste Zeit gemeinsam genießen.
    Den wirklich engsten Personen schreiben wir schnell eine Nachricht. Ich bin komplett überrascht, dass ich dafür überhaupt einen Kopf habe. Ich fühle mich großartig!
    Danach geht es zur Toilette... Ich muss allerdings nicht. Ich merke aber schon, das wirklich alles gut ist.
    Marie S. Und Dine fahren viel zu schnell wieder. Ich habe das Gefühl ihnen nicht genug gedankt zu haben für die Rolle, die sie in diesem atemberaubenden Ereignis gespielt haben.
    Der alkoholfreie Sekt im Kühlschrank wird völlig vergessen.
    Marie H. bleibt bis ich wirklich auf Toilette war. Sie erklärt uns noch ein paar Dinge, hilft ein wenig aufzuräumen und verabschiedet sich bis zum nächsten Morgen.
    Fjella, unsere Tochter, schläft auf meiner Brust. Immernoch nackig und mit mir zusammen eingekuschelt.
    Ich glaube so ganz kann sie es auch noch nicht fassen.

    Liebe Maries, liebe Dine, DANKE! Es war so wundervoll, ruhig, heilsam, selbstbestimmt und teils lustig, dass ich mit euch an meiner Seite noch 10 Kinder bekommen würde. Fühlt euch ganz doll geherzt!!!

  • #4

    Rachel (Freitag, 18 Dezember 2020 17:32)

    4. Mai 2020. Ich bin innerlich nicht mehr ganz entspannt. Wann will das kleine Wesen denn endlich auf die Erde kommen? Der offizielle errechnete Termin war am 24. April. Nach meiner eigenen Berechnung allerdings erst 29. April, aber das habe ich leider verpasst im Mutterpass zu korrigieren. Also ET + 10… Am Tag zuvor hatten wir mit homöopathischen Mitteln begonnen, dem Körper ein bisschen die Richtung zu zeigen zu versuchen, in die es gehen sollte. An diesem Tag unterstützten wir mit Nelkentampon. Unsere Wohnung war von Zimt-Tee- und Nelkengerüchen völlig eingenebelt, seit Tagen - ach was Wochen - war eigentlich alles bereit… Aber wieder ein Tag des Wartens verging… Mittags noch das CTG in der Hebammenpraxis mit Marie H., ansonsten warten, warten, warten und dabei so tun, als würde ich nicht warten…
    Gegen 17h kommt Marie H. mit dem Fahrrad aus Bochum zu uns nach Hause, um einen Stützgurt vorbei zu bringen, den ich beim Spazieren mal ausprobieren soll - um die Position des Kindes so auszurichten, dass das Köpfchen mehr in Richtung Muttermund drückt. Also gut, bei unserem alltäglichen Abendspaziergang trage ich den Gurt, Armin macht nochmal Fotos im Abendlicht von der unglaublich runden Kugel, die aus meinem Körper ragt. Ich merke immer wieder Schmerzen, wie wenn ich meine Tage bekomme und der Bauch ist fast durchgehend hart. Das hatte ich in den letzten Tagen auch gelegentlich. Ich sage Armin nichts, um ihm und auch mir selbst keine falschen Hoffnungen zu machen, dass es sich dieses Mal um regelmäßigere Wehen handeln könnte.
    Wieder zuhause angekommen nehmen wir gegen 22.30 h unser Abendessen ein. Und dann ging’s los.. Auf der Toilette tropft es mit einem Mal, ohne aufzuhören. Auch das versuche ich anfangs noch zu ignorieren, aber als es auch beim Weg zurück an den Küchentisch nicht aufhört und ich erneut die Toilette aufsuche, wo es weiter und weiter läuft, kann ich gegen 23.15h endlich die Aufregung zulassen, die sich einstellt bei dem Gedanken, dass das wohl ein deutlicher Blasensprung zu sein scheint. 5 Minuten später kommt die erste wirkliche Wehe - was für ein Schmerz! In den letzten Nächten hatte ich wiederholt einige Wehen gehabt, die so schmerzhaft waren, dass ich die im Geburtsvorbereitungskurs gelernte Atmung einsetzen musste - aber das jetzt war unvergleichlich heftiger.
    Ab 23.30h kamen die Wehen alle 4-2 Minuten. Armin machte mir die Badewanne voll, so dass ich meinen Toilettenplatz gegen das warme Lavendelbad eintauschen konnte und nun hier alle paar Minuten von den Schmerzwellen überrannt wurde.
    Gegen 0.00h war Marie Salomo da.
    5. Mai 2020. Eigentlich wollte sie kurz schauen, ob die Herztöne gut seien und eventuell wieder fahren, aber der Muttermund war bei 4 cm und die Wehen kamen alle 2-3 Minuten, so dass sie blieb. Gegen 2h lockte sie mich aus der Badewanne raus ins Zimmer, was sie und Armin vorbereitet hatten. Im Nachhinein fühlte es sich an wie an den Geburtstagstisch geführt zu werden. Das gesamte Schlafzimmer war nur von Kerzenlicht erhellt, meine beim Spazieren gepflückten Blumen standen in mehreren Vasen verteilt, die Matratze war für die Geburt präpariert… Die Wehen wurden heftiger. Den Schmerz am Steißbein hatte ich nie erwartet… 40 - 90 sek musste ich immer aushalten, dann ebbte der Schmerz ab.

  • #5

    Rachel (Freitag, 18 Dezember 2020 17:33)

    Teil 2:

    Was für eine Weisheit der Natur! Ich kann mir nicht vorstellen, was passieren würde, würde diese Schmerzintensität ohne Pausen anhalten. In den Wehenpausen fiel ich wieder und wieder in einen Ohnmacht-gleichen Tiefschlaf, so müde und erschöpft war ich. Immer wieder überkam mich zudem ein nicht kontrollierbares Zittern am ganzen Körper, das meine Anstrengung und Müdigkeit noch deutlicher machte. Ich hab mich trotzdem gut gefühlt. In den Pausen. Sehr gut. Und voller Vertrauen. Marie saß die ganze Zeit im Hintergrund, hat mich ab und zu erinnert, tief Luft zu holen und ruhig zu atmen und immer mal wieder die Herztöne des Kindleins kontrolliert. Ansonsten war sie einfach da. So ein Geschenk! Ich konnte einfach geschehen lassen, was die Natur mit mir machte und hatte den Eindruck, dabei sein zu dürfen - aber nichts selber zu steuern. Alles ging von alleine.
    4.30h. Es ändert sich etwas! Aus dem Trance-Zustand der einfach immer und immer wiederkehrenden Wehen, die es zu veratmen galt, spürte ich plötzlich ein unendlich starkes Pressen, dem ich kaum widerstehen konnte. Die ersten Presswehen - denen ich allerdings noch nicht nachgeben sollte! Leichter gesagt als getan:) Ich wurde wieder richtig wach. Beim Pressen fühlte ich mit einem Mal, dass da wirklich etwas war, das raus wollte. Noch stieß es mit jeder Wehe gegen einen Widerstand, aber ab jetzt war es plötzlich realer, dass wirklich ein Kindlein geboren werden würde…
    Gegen 5.00h kam Jolyn als Zweithebamme dazu. Noch immer versuchte ich mich darin, auf der Toilette sitzend dem ungeheuren Pressdrang nicht nachzugeben. Kurze Zeit später jedoch - zumindest für mein Gefühl sehr kurze Zeit - durfte ich endlich nachgeben, ja mehr noch, aktiv mitpressen. Wie erlösend! Nach Stunden des passiven Mitmachens von etwas, das mein Körper ganz von alleine steuert, konnte ich endlich aktiv etwas zu dem Wunder-Vorgang beitragen! Passend zu der letzten Etappe der Geburt wurde es nun draußen wieder hell und der Tag begrüßte uns durch die Fenster.

  • #6

    Rachel (Freitag, 18 Dezember 2020 17:33)

    Teil 3:

    Nun begann die aufregendste Phase…
    Jolyn und Marie sprachen jetzt durchgehend mit mir, feuerten mich an, erinnerten mich ans Atmen und leiteten mich durch die Presswehen. In den Wehenpausen kontrollierten sie mit Dopton die Herztöne vom Kindlein. Jetzt spürte ich das Köpfchen ganz deutlich. Bei jeder Wehe kam mehr ans Tageslicht, aber bei Wehenende verschwand das Köpfchen auch zunächst immer wieder vollständig. Nach ungefähr 7 oder 8 Wehen kam es unter Anfeuerung von Marie, Jolyn und Armin vollständig zum Vorschein… Ein oder zwei weitere Wehen brauchte es noch, dann war auch das Körperchen voll und ganz auf der Erde…
    5.5.2020, 6.12h. UNSER SOHN IST DA.
    Was für ein Wunder! Mit einem Mal liegt ein winziges Menschenwesen auf mir. Ganz zerknautscht. Aber kräftig und stark. Dieses Saugen an der Brust… Wie anders, als ich es mir immer vorzustellen versucht habe!
    In der nächsten halben Stunde kommt die Plazenta ohne Probleme vollständig heraus, Armin nabelt das kleine Kerlchen ab und anschließend wird er gemessen und gewogen - 4630g!
    Marie und Jolyn machen zwei kleine Stiche, um auf jeder Seite einen kleinen Labieneinriss zu nähen und füllen alle Dokumentationspapiere aus, während Armin und ich einfach nur staunen und bewundern… An die Schmerzen kann ich mich schon jetzt nicht mehr genau erinnern, ich weiß, dass sie da waren, aber die Qualität kann ich nicht mehr fühlen. Wie gut eingerichtet von der Natur!!!

    Diese Geburt ist mit das Schönste, was ich in meinem Leben erlebt habe.

    Danke Marie! Danke Jolyn! Danke Marie H. und Xaviera für die tolle Vorbereitung auf diesen Moment!
    Ich bin durch und durch glücklich, mit euch meinen kleinen Sohn zuhause geboren zu haben!

  • #7

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:20)

    Lias Geburt Teil 1

    27.10., 4 Uhr nachts

    Ich wache auf und kann nicht mehr einschlafen. Warum weiß ich nicht. Ich entscheide mich dazu einige Podcasts zu hören und nicke gegen 6.30 Uhr nochmal kurz ein. Dann mache ich unseren Sohn für seinen Kindergartentag fertig und starte selbst in den Tag.
    Mein Mann macht vorsorglich Homeoffice, damit er immer zur Stelle ist falls sich unsere Tochter auf den Weg zu uns machen möchte. Ich bin ein wenig müde und verbringe den Vormittag mit wenig Hausarbeit und mehr TV schauen. Gegen 12. 30 Uhr muss ich auf die Toilette und bin zunächst verwundert, dass meine Hose nass wird als ich wieder aufstehe. Bevor dies passierte gab es ein kleines knackendes Geräusch in mir. Es dauert ein bisschen bis ich schnalle, dass es wohl die Fruchtblase war.

  • #8

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:22)

    Lias Geburt Teil 2

    Bei unserem Sohn war sie die ganze Zeit über intakt geblieben, daher kannte ich das Gefühl noch nicht.
    Ich schreibe der Freundin mit der ich nachmittags verabredet bin, dass es wohl heute eher nichts wird und eine riesige Aufgeregheit überrollt mich kurz. Ich fange mich schnell wieder, gehe erstmal duschen und rufe dann die Bereitschaftsnummer. Marie S. meldet sich und wir vereinbaren, dass sie langsam aus der Praxis losfährt und mal schauen kommt. In den Tagen davor hatte ich viele Übungs und Senkwehen, kurz nach unserem Telefonat beginne ich regelmäßig zu wehen.
    Mein Mann ist in einer Telefonkonferenz. Ich stecke ihm einen Zettel zu auf dem steht, dass er erstmal in Ruhe weiterarbeiten soll, es aber sein könnte, dass die Geburt heute losgeht. Er strahlt mich direkt an und wir vereinbaren nach seinem Telefonat, dass er Linus vom Kindergarten abholt und beide erstmal in der Stadt etwas essen und in die Bücherei gehen, damit ich zu Hause Zeit für mich habe. Marie kommt um 14 Uhr und er macht sich auf den Weg zu Linus. Ich freue mich Marie zu sehen und wir besprechen kurz die Lage. Sie versprüht Optimismus und bestärkt mich, eine Entscheidung wegen Linus zu treffen. Ursprünglich wollte ich offenhalten, dass er während der Geburt in der Nähe bleibt, damit er sich nicht abgeschoben fühlt. Wir besprechen zusammen, dass er natürlich auch da bleiben kann, aber ob ich mich dann so fallen lassen kann und was ist, wenn wir vlt doch verlegen müssen? Was ich wahnsinnig toll finde: Marie entscheidet nichts für mich, nennt mir aber immer Vor-und Nachteile.

  • #9

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:23)

    Lias Geburt Teil 3

    In den Vorsorgen haben wir häufig über Linus Geburt gesprochen und was mich vlt bei Lias Geburt negativ triggern könnte. Marie untersucht mich auf meinen Wunsch vaginal und zum Glück mit total motivierendem Befund, dass der Muttermund nach der kurzen Zeit mit super aushaltbaren Wehen schon bei 2 bis 3cm ist. Das hatte ich bei Linus nach einer ganzen Nacht Wehen erst geschafft. Wir sind also beide sehr positiv gestimmt und beschließen, dass Marie jetzt erstmal wieder fährt, ich nochmal etwas esse, mich mit einem Wärmekissen auf die Seite lege und vlt nochmal etwas schlafe und mich melde, wenn ich Marie bei mir haben möchte.
    Gesagt getan finde ich es großartig für mich zu sein. Marie und Marko sind nicht weit weg und ich kann mich erstmal ganz für mich auf die Situation einstellen. Die Wehen kommen und ich muss mehrfach auf die Toilette. Alles läuft wie es soll, ich bin im Einklang mit mir und alles fühlt sich so richtig und gut an. Die Geburt hat begonnen und es fühlt sich so gut an, dass einfach alles so passiert wie es soll. Mein Körper weiß scheinbar genau was er tun muss und meine Aufgabe ist es sich nach und nach darauf einzustellen uns es zuzulassen. Ich informiere Marie, dass sich der Schleimpropf gelöst hat und die Wehen regelmäßig, aber mit großem Abstand kommen und es mir sehr gut geht. Ich esse und trinke noch etwas und finde mich langsam ein die Wehen zu veratmen. Ich genieße es dabei so selbstbestimmt bei uns zu Hause zu sein und nirgendwo hinfahren zu müssen.
    Ich beschließe duschen zu gehen und habe mein Handy immer dabei, damit ich mich melden kann falls mir schwindelig wird oder ähnliches. Ich muss weiterhin häufig auf Toilette und unter den Wehen geht immer wieder Fruchtwasser ab. Die heiße Dusche ist angenehm, die Wehen werden immer stärker und ich beginne zu tönen. Das habe ich mich bei Linus Geburt gar nicht so getraut, weil ich es vor Publikum irgendwie peinlich fand. Ich genieße es, mich erstmal für mich in die Situation reingrooven und verschiedenes ausprobieren zu können.

  • #10

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:25)

    Lias Geburt Teil 4

    Zwischendurch schreibe ich mit Marko. Ich freue mich, dass alles so gut klappt und habe das Gefühl, dass es gut vorran geht und bin ganz bei mir. Da ich die Wehen und mein Verhalten nun erlebe, reift der Entschluss, dass Linus nicht dabei sein soll und ich bitte Marko meinen Papa anzurufen, damit Linus bei meinen Eltern schlafen kann. Er hat zwar noch nie woanders geschlafen, aber ich merke, dass ich gar nicht mehr sie Kapazität habe mich jetzt darum zu sorgen und weiß, dass meine Eltern, die ihm so nahe stehen, ihn da sowieso gut durchbegleiten werden.
    Inzwischen werden die Wehen schmerzhafter und ich gehe bei jeder Wehe unter der Dusche auf alle Viere und dann wieder hoch und muss lauter tönen. Huch, das geht jetzt doch ziemlich schnell mit der zunehmenden Intensität. Gegen 16 Uhr schreibe ich Marie die Lage und sie macht sich auf den Weg. Auch Marko bitte ich umgehend zurückzukommen, aber mit Linus im Garten auf meinen Papa zu warten. Kurz darauf treffen Marie und mein Papa ein. Marie bereitet sich in unserem Schlafzimmer, wo Lia auf die Welt kommen soll, schonmal ein wenig vor.
    Linus ist super fröhlich und freut sich tierisch bei Oma und Opa zu schlafen (alle Sorge also umsonst �). Er bekommt eine Wehe mit und guckt mich besorgt an und streichelt mich. Ich erkläre ihm, dass die Wehen weh tun, aber toll sind, weil sie unser Baby auf die Welt bringen. Das kann er gut annehmen. Er darf mir noch ein Glücksherz auf den Bauch malen und düst dann fröhlich zu Opa.
    Als Linus weg ist untersucht Marie mich nochmal vaginal. Der Muttermund war nach ca. 3 Stunden Wehen bei 5 bis 6 cm. Ab hier bin ich nicht mehr ganz sicher über die Abfolge der Geschehnisse, da die Wehen immer intensiver wurden. Ich glaube, dass ich aber erst nochmal unter die Dusche gegangen bin, weil mir das warme Wasser so gut tat. Marko habe ich zunächst weggeschickt, weil ich alleine sein wollte. Ich töne unter der Dusche immer lauter und habe kurz das Gefühl, dass ich aus meiner Mitte gerate, weil mich der Schmerz kurz überrennnt. Ich schreie nach Marko und Marie kommt auch direkt nach mir schauen. Gemeinsam begleiten beide mich zum Bett und ich versuche zunächst auf der Seite zu liegen, damit Lias Köpfchen besser rutschen kann. Es fühlt sich sehr unangenehm an die Wehen in dieser Position auszuhalten und ich versuche mich in den kurzen Wehenpausen in eine andere Stellung zu bewegen. Ich versuche trotz der kurzen Abstände und Schmerzen bei mir zu bleiben und Marie tröstet und bestärkt mich, dass es jetzt ganz schön schnell geht. Marie ruft nochmal Dani an und sagt ihr, dass sie sich auf den Weg machen kann. Ich bekomme es nebenbei mit und freue mich, weil dann ja scheinbar alles so läuft wie es soll und Lia sich zeitnah auf den Weg macht. Ich knie mich vor unser Bett und habe seit ich aus der Dusche bin die Augen nur noch geschlossen. Marie ist bei mir, spricht mir Mut zu und lässt mich machen. Sie bereitet ganz ruhig alles um mich herum und auf einmal entsteht ein totaler Druck aufs Steißbein und ich bekomme den Drang mitzuschieben. Das geht jetzt wirklich schnell. Marie umsorgt mich total diskret und nichts muss mir peinlich sein. Mir wird etwas schlecht und das Gefühl kommt auf, dass ich jetzt gerne aufhören würde und es jetzt nicht mehr so viel Spaß macht wie wenige Stunden zuvor. Ich weiß, dass es nichts bringt das jetzt zu äußern und es wahrscheinlich die Übergangsphase ist, was ja grundsätzlich schön ist. Da alles so schnell geht und Dani noch nicht da ist, leitet Marie Marko an einige Dinge für das Finale vorzubereiten. Ich knie immer noch vor dem Bett als Dani kommt.

  • #11

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:38)

    Lias Geburt Teil 5

    Ich möchte die Augen nicht öffnen, Dani stellt sich vor, wir begrüßen uns. Wir kennen uns noch nicht, das ist aber nicht schlimm, Dani ist präsent und zugleich zurückhaltend im Hintergrund. Ich fühle mich wohl.
    Es fällt mir schwer eine günstige Position einzunehmen. Marie und Dani leiten mich an, ich bin störrisch, weil die Pausen so kurz sind und mir jede Bewegung weh tut. Sie leiten mich geduldig an verschiedenes zu probieren, lassen mich aber dabei mein Tempo finden. Wir sind definitiv in der 3. Phase, es ist sehr anstrengend, aber irgendwie geht es nicht so recht vorran. Beide lassen mir Zeit. Ich liege wie ein S auf dem Bett und Marie sagt, dass wir jetzt eine bessere Position finden müssen, da so kein Kind geboren werden kann. Eigentlich möchte ich mich nicht bewegen, aber ich möchte auch nicht noch viel länger uneffektiv so weitermachen. Gemeinsam schaffen wir es jetzt. Ich liege in Rückenlage auf dem Bett, mein Kopf auf Markos Beinen, der hinter mir kniet und um mehr Kraft aufbringen zu können, umschlinge ich meine Beine mit den Armen. Dani und Marie feuern mich an und loben mich. Ich gebe nochmal alles in der Hoffnung, dass dieser kleine Mensch nun seinen Weg findet. Es ist befreiend mitschieben zu dürfen. Der Kopf kommt und ich kann es gar nicht glauben. Es spannt, aber gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte (während dieser Geburt werden meine ganzen Ängste und Blockaden aus der vorherigen scheinbar relativiert �). Nochmal pressen und Lias ganzer Körper flutscht heraus. Es ist ein wahnsinniges Gefühl. Lia ist ganz ruhig und liegt warm und nass auf meinem Bauch. Ich lache und weine gleichzeitig und gemeinsam mit Marko bestaune ich dieses Wunder und bin so seelig und megastolz, dass sie da ist und ich es geschafft habe sie auf die Welt zu bringen.

  • #12

    Saskia (Samstag, 16 Januar 2021 23:53)

    Lias Geburt Teil 6

    Die Stimmung im Raum ist ruhig und freudig zugleich. Lia schaut uns in Ruhe an und wir sie. Ich bin ein bisschen wie auf Wolken.
    Ich erkundige mich nach Verletzungen. Nun bin ich nicht mehr sicher über die Abfolge, aber irgendwann kommt die Nachgeburt. Es ist nicht super angenehm, aber auch nicht schlimm. Es bluetet wohl etwas doller, Marie und Dani untersuchen die Plazenta genau. Ich merke, dass beide sich zügig austauschen und es stärker blutet als es soll, bin aber nicht beunruhigt. Lia dockt derweil das erste Mal an der Brust an und ich bin fasziniert, dass die Natur alles so wunderbar eingerichtet hat.
    Marie und Dani erklären uns ganz ruhig und klar die Situation, dass sie meine Verletzungen gut selbst versorgen können, ich aber starker blute als gewöhnlich und sie zur Sicherheit zum Ultraschall ins nächste Krankenhaus verlegen wollen. Sie kümmern sich um alles, rufen den RTW, legen mir einen Zugang um die Blutung zu stoppen... Sie sind beide ganz Profi und strahlen dennoch Ruhe aus. Dani bleibt bei Marko und macht mit ihm und Lia die U1. Marie fährt mir mir im RTW. Es ist okay für mich Lia bei Marko und Dani zu lassen, weil sie dort gut aufgehoben ist. Ich bin immer noch geflasht vom Geburtserlebnis. Marie begleitet mich in den Kreißsaal und informiert über meine Lage. Ich bin froh, dass sie bei mir ist. Die beiden hatten Recht, ein Stück Plazenta ist drinnen geblieben und verursacht die stärkere Blutung. Mir wird alles erklärt, Marie kümmert sich um meine Aufnahme ins Krankenhaus. Während wir auf einen freien OP warten, kommen Dani und Marko mit Lia in den Kreissaal. Als ich sie sehe, schluchze ich los, weil ich mich so freue, dass Lia wieder bei mir ist. Sie darf nochmal trinken und geht dann zu Papa kuscheln. Sie ist ganz friedlich. Marie und Dani bleiben bei Marko und Lia bis ich von der kurzen OP zurück und wieder wach bin.
    Ihr Lieben, danke für diese wahnsinnig schöne Geburtserfahrung und die super sichere Begleitung. Durch eure aufmerksame 1:1 Betreuung habt ihr die Lage sofort richtig einschätzen und handeln können. Ihr habt mir während der 3. Phase geduldig Zeit gelassen und uns wahnsinnig respektvoll behandelt. 1000 Dank!!!

  • #13

    Anna (Dienstag, 09 März 2021 13:35)

    Die Geburt meines Sohnes war eines der schönsten, intensivsten und entspanntesten Erlebnisse in meinem Leben. Begleitet wurde ich von Dani und von Marie, welche mir zu jedem Zeitpunkt Selbstvertrauen und Zuversicht gegeben haben, ganz besonders durch Danis Ansporn, könnte ich mich voll und ganz auf die Geburt meines Sohnes konzentrieren. Die erste Welle erreichte mich um 03:15 Uhr und um 06:02 war mein Sohn schon auf dieser Welt. Genauso wünsche ich es mir bei weiteren Geburten in der Zukunft. Vielen lieben Dank für die Unterstützung!

Adresse

Hebammerei Dortmund

Baroper Bahnhofstr. 23
44225 Dortmund

Kontakt

E-Mail: kontakt.hebammereidortmund@gmail.com

Telefon:

0157-30256888